Leiharbeit - Einstieg oder Ausstieg?
Zeitarbeit, Befristung und Co.
GoogleAlert meldet heute ganz viel zu prekärer Beschäftigung, Leiharbeit. Kein Wunder, das Statistische Bundesamt hat jetzt bestätigt, dass “Normalarbeitsverhältnisse”, also unbefristete Vollzeitbeschäftigungen, weniger werden. Inzwischen gehen 7,7 Mio. Menschen einer atypischen Beschäftigung nach, arbeiten also in (ungewollter) Teilzeit, in Leiharbeit, oder in einer Befristung.
Sibylle Haas versucht in der Süddeutschen, Vor- und Nachteile von Leiharbeit, Befristung und Co. zu beschreiben. Auszüge:
Doch so sehr sich damit auch Ängste schüren lassen: Zeitarbeit, Befristung und Co. bringen nicht nur Schlechtes. In den vergangenen Jahren haben viele Menschen gerade durch befristete Jobs, Zeitarbeit und Minijobs wieder eine Stelle gefunden. Die Politik hat diese Art von Beschäftigung genau deshalb gefördert, weil sie wollte, dass die hohe Sockelarbeitslosigkeit schmilzt und die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt….
Doch häufig schaffen Leiharbeiter und befristet Beschäftigte den Absprung in eine Festanstellung nicht. Oft sind sie billiger als ihre festangestellten Kollegen, manchmal auch gefügiger, weil ihr Kündigungsschutz schwächer ist als der von Festangestellten. Wenn Menschen ungewollt über Jahre hinweg in solchen untypischen und oft unattraktiven Stellen verharren, dann haben die neuen Arbeitsformen ihren Sinn verfehlt…
Leiharbeit - Einstieg oder Ausstieg? | Leiharbeit und befristete Jobs haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesunken ist. Fatal wird es jedoch, wenn diese Arbeitsverhältnisse zur Dauerlösung werden.