Die schmutzigen Geschäfte mit der weißen Ware

Bosch Siemens Hausgeräte

quelle: welt.online

Die schmutzigen Geschäfte mit der weißen Ware | Staatsanwälte prüfen, ob Mitarbeiter des größten europäischen Hausgeräteherstellers Bosch Siemens Verkäufer in Elektromärkten geschmiert haben – zum Beispiel mit Gutscheinen für Reisen oder fürs Tanken. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die vielen Anreizsysteme im Handel. Die Firmen sind alarmiert.

Es ist ein Geduldsspiel. Tag für Tag betreten Ermittler der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft München I die Konzernzentrale der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. In dem kubistischen Bau im Südosten Münchens schließen sie den „Datenraum“ auf. Hinter der Tür warten Regalreihen und Berge von Papier. „Wir sichten mehrere Hundert Leitzordner, das wird seine Zeit dauern“, beschreibt ein Staatsanwalt im WELT-ONLINE-Gespräch die Sisyphussuche nach verdächtigen Quittungen.

Die im „Datenraum“ zusammengetragenen „Dokumente aller verkaufsfördernden Maßnahmen“ könnten zeigen, welches Ausmaß eine Affäre hat, die für Europas größten Haushaltsgerätehersteller zu einem ernsten Problem geworden ist.

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