Guido Westerwelle befürchtet, dass Deutschland untergeht. Grund: Erlaube man den Ärmsten im Lande ein einigermaßen menschenwürdiges Leben, führe dies zu “spätrömischer Dekadenz”. Wie in der “Welt” zu lesen ist, wirft er seinen Kritikern “geistigen Sozialismus” vor.
Der Kommentator auf “Spiegel Online” findet, bei Westerwelle einen Fall von geistiger Dekadenz erkannt zu haben. Er meint, Westerwelle hätte sich ebenso an den Bankern abarbeiten können, die erst die Weltwirtschaftskrise verursacht haben, um nun wieder fette Boni einzustreichen. Doch Westerwelle sei eben “Chef einer Partei der Besserverdienenden.” Diese erscheine derzeit als intellektuell verkommen, weil sie den Liberalismus als Glaubensbekenntnis herunterbete, nur um gleichzeitig ihrer Klientel großzügige Staatsgeschenke zu überreichen. Das widerspräche jeder liberalen Marktlogik.
Guido Westerwelle befürchtet, dass Deutschland untergeht