aktuelles aus april2009
betriebs | InfoBlog
aktuelles aus april2009
Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
er Arbeitspsychologe Peter Kruse hat eine Methode entwickelt, Veränderungen in den Wertvorstellungen der Bevölkerung empirisch zu erfassen. Er meint, dass das Solidaritätsgefühl in den vergangenen Jahrzehnten zu Gunsten des Leistungsprinzips verloren gegangen sei und dass die Menschen genau darüber enttäuscht sind.
Vielleicht trägt diese Erkenntnis und etwas soziale Unruhe dazu bei, dass die Menschen der (Wirtschafts)Ethik, der Schöpfung oder der sozialen Gerechtigkeit wieder mehr Beachtung schenken und sich dazu auch noch fragen:
Was ist eigentlich ein Gutes Leben?
Viele Grüße,
lutz geydan
- Was ist ein gutes Leben?
- Frauen in der Wirtschaft
- Luxus nur für Gäste
- Angst vor Jobverlust -Aufbegehren ist gesünder
- Wir kaufen uns ein Stück Zeit
- Frauendomäne Teilzeitarbeit - Wunsch oder Notlösung?
- IG-Metall-Chef Huber will Unruhen verhindern
- Arbeitszeit-Richtlinie der EU gescheitert
- Betriebsrat sieht “Krankenverfolgung”
- Halsabschneider-Kapitalismus führt in den Ruin
- Müller forscht Mitarbeiter aus
- Millionen Jobs in Gefahr
- Der Aufstand der Verzweifelten
- Billig durch Ausbeutung
- Daimler speicherte heimlich Krankendaten
- Ausrichtung auf Leistung macht nicht glücklich
- Kontrolleinrichtungen am Arbeitsplatz
- Beschäftigte im Dauerstress
- Risiko-Jobs erobern die Welt
Was ist ein gutes Leben? | Wenige Monate vor der Bundestagswahl hat die IG Metall ihre Kampagne “Gemeinsam für ein gutes Leben” mit einer Arbeitnehmerbefragung gestartet. Dabei nimmt das Thema Leiharbeit einen besonderen Stellenwert ein, denn Leiharbeitnehmer sind besonders von der aktuellen Wirtschaftskrise betroffen. Mehr als 150.000 haben ihren Arbeitsplatz verloren.
Frauen in der Wirtschaft | Peter Löscher ist es bei Siemens, Dieter Zetsche bei Daimler und Josef Ackermann heißt er bei der Deutschen Bank. Doch wer in den Chefetagen nach Frauen sucht, hat es schwer. Die Aufsichtsräte und Vorstände der Konzerne der deutschen Wirtschaft sind auch 32 Jahre nach der ersten Emma-Ausgabe eine reine Männerdomäne. Das belegt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.
Luxus nur für Gäste | Erinnert sich noch jemand an Antonia H.? 23 Jahre alt, dunkle Haare, schmale Augenbrauen, für ein paar Tage waren ihre Züge das Gesicht eines Skandals: Schuften in Hamburger Nobelhotels für weniger als zwei Euro pro Stunde.
Angst vor Jobverlust - Aufbegehren ist gesünder | Laut Wirtschaftspsychologe Peter Richter reagieren viele Arbeitnehmer mit übermäßiger Anpassung auf Angst um den Job und werden krank.
Angst vor Jobverlust - Aufbegehren ist gesünder
Wir kaufen uns ein Stück Zeit | Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber über Kurzarbeit, Konjunkturprogramme und sein Rezept gegen Massenentlassungen.
Frauendomäne Teilzeitarbeit - Wunsch oder Notlösung? | Teilzeitarbeit bleibt in Deutschland eine Frauendomäne. 87 Prozent aller abhängig Beschäftigten, die 2008 pro Woche 20 Stunden oder weniger arbeiteten, waren Frauen, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai mitteilte. Mehr als die Hälfte der Teilzeitbeschäftigten arbeitete nach diesen Angaben aufgrund von familiären Verpflichtungen nicht Vollzeit.
Frauendomäne Teilzeitarbeit - Wunsch oder Notlösung?
IG-Metall-Chef Huber will Unruhen verhindern | Probleme anpacken statt soziale Unruhen schüren: Das will der Chef der IG-Metall Berthold Huber. Zwar werde sich das soziale Klima zwangsläufig verschärfen und der Kampf für die eigenen Interessen sei legitim, trotzdem will Huber seine Mitglieder nicht zu Protesten anstacheln. Mit einer Ausnahme.
IG-Metall-Chef Huber will Unruhen verhindern
Arbeitszeit-Richtlinie der EU gescheitert | Nach jahrelangem Streit ist die Reform der Arbeitszeitregeln in der Europäischen Union gescheitert. Die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss mit dem Europäischen Parlament seien ergebnislos beendet worden, erklärten die EU-Kommission und die tschechische Ratspräsidentschaft in Brüssel.
Arbeitszeit-Richtlinie der EU gescheitert
Betriebsrat sieht “Krankenverfolgung” | Zwei Bremer Betriebsratsmitglieder, Gerhard Kupfer und Gerwin Goldstein, sagten im Fernsehen von “Radio Bremen” (RB), sie hätten nicht nur in einer, sondern auch in zwei weiteren Abteilungen des Werkes Listen mit Krankheitsdaten von Mitarbeitern gesehen. Kupfer wiederholte diesen Vorwurf in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.
Betriebsrat sieht “Krankenverfolgung”
Halsabschneider-Kapitalismus führt in den Ruin | Manchmal ist es wichtig, den Blick in die Vergangenheit zu richten, um Lehren für die Zukunft zu ziehen. Dies gilt vor allem in wirtschaftlich angespannten Zeiten, wenn zur überwindung von Krisen bisweilen neue Wege beschritten werden müssen. Wir sprachen mit Dr. Norbert Blüm, der von 1982 bis 1998 Bundesminister für Arbeit und Soziales gewesen ist.
Halsabschneider-Kapitalismus führt in den Ruin
Müller forscht Mitarbeiter aus | “Bitte zum Gespräch!” statt “Wieder gesund?”: Die Drogeriekette Müller horcht Beschäftigte Informationen der Süddeutschen Zeitung zufolge illegal nach Krankheiten aus.
Müller forscht Mitarbeiter aus
Millionen Jobs in Gefahr | Die Sorgen konnte den Gewerkschaftern niemand nehmen. Rund 200 Vertreter europäischer Arbeiterorganisationen debattierten über “Solidarität und soziale Gerechtigkeit” in Europa. Sie alle sahen “das soziale Europa in der Krise”: Und sie hörten, dass es noch schlimmer kommt. Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker warnte vor einem gewaltigen Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Union: “Am Ende des Jahres drohen Massenentlassungen”, prophezeite er.
Der Aufstand der Verzweifelten | Hungerstreiks, Geiselnahmen, Selbstverbrennungen - in der Krise greifen Beschäftigte mittlerweile weltweit zu aufsehenerregenden Mitteln, um gegen ihre Entlassung zu protestieren. Auch hierzulande geben sich die ersten nicht mehr mit Transparenten und Demos zufrieden. Vier Beispiele.
Der Aufstand der Verzweifelten
Billig durch Ausbeutung | Immer wieder Lidl. Erinnert sich noch jemand an den großen Skandal um den Billigheimer vor fünf Jahren? Der Discounter geriet in die Schlagzeilen, weil er in seinen mehr als 2500 deutschen Filialen gerade einmal in acht einen Betriebsrat duldete.
Daimler speicherte heimlich Krankendaten | Die Serie von Datenschutzaffären in deutschen Großkonzernen reißt nicht ab: Im Bremer Werk des Autobauers Daimler sind illegal Krankendaten von Mitarbeitern gespeichert worden. Der Konzern bestätigte inzwischen einen entsprechenden Bericht von Radio Bremen Fernsehen.
Daimler speicherte heimlich Krankendaten
Ausrichtung auf Leistung macht nicht glücklich | Der Arbeitspsychologe Peter Kruse hat eine Methode entwickelt, Veränderungen in den Wertvorstellungen der Bevölkerung empirisch zu erfassen. Herausgefunden habe der Uni-Professor damit, dass die Menschen im Land frustriert seien. Das Solidaritätsgefühl sei in den vergangenen Jahrzehnten zu Gunsten des Leistungsprinzips verloren gegangen. Zwei Drittel der Befragten seien vom Verlust des “sozialen Gefühls” enttäuscht und auch “ein bisschen wütend”, so Kruse.
Ausrichtung auf Leistung macht nicht glücklich
Kontrolleinrichtungen am Arbeitsplatz | Egal ob Deutsche Telekom, Lidl oder Deutsche Bahn: Datenschutz-Skandale nehmen offensichtlich kein Ende. Dabei gibt es schon heute – wenn auch verbesserungsbedürftige – klare Spielregeln, die Arbeitgeber zu beachten haben. Welche individual- und kollektivrechtlichen Grenzen es bei der Einführung und dem Einsatz von Kontrolleinrichtungen am Arbeitsplatz gibt, erläutert Prof. Dr. Hans Hermann Wohlgemuth in der betriebsrat.
Kontrolleinrichtungen am Arbeitsplatz
Beschäftigte im Dauerstress | In vier von fünf deutschen Betrieben stehen Beschäftigte ständig unter hohem Zeit- und Leistungsdruck, die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind in den letzten Jahren gewachsen. Das zeigen erste Daten aus der neuen Betriebsrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, einem Partner der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Die Ergebnisse entsprechen den jüngsten Krankenstandsberichten der Krankenkassen.
Risiko-Jobs erobern die Welt | Weltweit haben die meisten Menschen einen informellen Job, ohne Arbeitsvertrag und ohne soziale Absicherung. Die Zahl der informell Beschäftigten, die meist extrem schlecht bezahlt werden, hat mittlerweile ein Rekordniveau erreicht und wird weiter wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Industrieländer-Organisation OECD, der heute in Paris vorgestellt wird und dessen zentrale Ergebnisse der Frankfurter Rundschau vorliegen.
lutz Geydan | kirchdornberger Str. 6 | 33619 bielefeld
seminare | beratung | projektbegleitung
www.geydan.de | lutz(at)geydan.de