aktuelles aus februar2009
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aktuelles aus februar2009
Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
“mein Medienmonat” war in der Hauptsache von Meldungen aus Arbeit, Sozialem und Wirtschaft geprägt - wen wundert das zurzeit.
In der Zeit fordert Bernd Ulrich zur Überwindung der Krise mehr Solidarität und einen Verzicht aller, um Kündigungen zu vermeiden. Und auf die Kultur in den deutschen Unternehmen bezogen schreibt er: “Nicht zuletzt hat sich die Atmosphäre in den Betrieben geändert. Eine neue, nichtautoritäre Generation wächst in die Führungspositionen hinein, für die es ein selbstverständliches Ziel ist, bei aller Leistungsorientierung niemanden zu demütigen.” Stimmt das? Oder so: ist es schon erwähnenswert, wenn niemand gedemütigt werden soll?
Gleichzeitig, wirklich gleichzeitig titelt die Wirtschaftswoche folgendermaßen: “Der Kampf im Büro: Wie sie ihre Kollegen Überleben” und wenn ich nicht selber schon ein paar Zeitungen gelesen und ein paar Betriebe von innen erlebt hätte, wäre ich jetzt völlig durcheinander. Was ist denn jetzt? Aber sagen wir es in der Sprache der Betriebswirtschaft: die Unternehmens- und Führungskultur in den deutschen Betrieben und Unternehmen hat noch eine Menge Entwicklungspotential.
In einem aber gebe ich Bernd Ulrich Recht: in Zeiten wie dieser brauchen wir gelebte Solidarität in den Unternehmen. Und wir brauchen Manager, die von ihrer mittleren Führungsebene mehr sehen wollen, als kurzfristigen Profit.
Viele dieser Manager haben ganz enorm profitiert, in den letzten Jahren, sie werden die derzeitigen Aktienstürze verschmerzen können. Sie haben sich schadlos gehalten - Barbara E. dagegen wird auf Verdacht auf den Diebstahl von 1,30 Euro gekündigt, weil für den Arbeitgeber keine Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit mehr gegeben sein soll.
Sie hat für die Kaiser’s Tengelmann-Gruppe schon gearbeitet, als einige der heute erfolgreichen Manager das Wort Profit noch nicht einmal buchstabieren konnten. Ihre Betriebszugehörigkeit übersteigt bei weitem das, was in der Vorstellungskraft des Shareholder Value liegt.
Es ist nicht weit her, mit der Gerechtigkeit und der Solidarität, in manchen Unternehmen.
Viele Grüße,
lutz geydan
- Sommer: Opel muss wie eine Landesbank behandelt werden
- Kassiererin will ihr Recht | Arbeitgeber bietet erneut einen Vergleich an
- Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu
- Gericht: Dumpinglöhne unzumutbar
- Kündigung wegen 1,30 Euro rechtens
- Ein Leben für 1,30 Euro
- Streik als erstes und als letztes Mittel
- Krise bremst Vorbereitungen auf den demographischen Wandel
- Verdachtskündigung | Unrechtmäßiges Einlösen von 1 Euro 30 - Das Urteil des LAG zum Download
- Zeitarbeit in der Krise - Firmen bauen Jobs ab
- Rekordbonus für VW-Belegschaft
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- Dienst an der Karriere | Rundum-Service für das Arbeitszeugnis
- Kündigung wegen Kleinigkeiten?
- Beratungsangebote für Mobbing-Betroffene
Sommer: Opel muss wie eine Landesbank behandelt werden | Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat die Bundesregierung aufgefordert, zur Opel-Rettung keine Möglichkeiten auszuschließen. Der gesamte industrielle Bereich, ergänzte Sommer, sollte flankierend vom Staat gestützt werden, sonst: “bringen wir den ganzen Organismus zu Schaden”.
Sommer: Opel muss wie eine Landesbank behandelt werden
Kassiererin will ihr Recht | Arbeitgeber bietet erneut einen Vergleich an | Wegen 1,30 Euro hat sie ihre Stelle verloren - nun will die Berliner Supermarkt-Kassiererin vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Der Anwalt der 50-Jährigen kündigte am Freitag den Gang nach Karlsruhe an. Die Frau war nach mehr als 30 Jahren gekündigt worden, weil sie zwei Pfandbons über 48 und 82 Cent unterschlagen haben soll. Das Berliner Landesarbeitsgericht erklärte die fristlose Kündigung am Dienstag für rechtens.
Kassiererin will ihr Recht | Arbeitgeber bietet erneut einen Vergleich an
Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu | Eine angeschlagene Psyche ist immer häufiger Grund für eine Krankschreibung. Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) vermeldete gestern einen Anstieg der Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen seit 1995 um 80 Prozent, während gleichzeitig andere Erkrankungen zurückgegangen seien. Demnach waren im Jahr 2008 psychische Erkrankungen mit 8,3 Prozent der Fehlzeiten die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeitsfälle. Die Betroffenen fielen dabei deutlich länger als bei anderen Erkrankungen aus.
Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu
Gericht: Dumpinglöhne unzumutbar | Lehnt ein Hartz-IV-Empfänger einen Job zu Dumpinglöhnen ab, dürfen ihm die Bezüge nicht gekürzt werden. Das entschied das Sozialgericht Dortmund in einem Urteil.(AZ: S 31 AS 317/07).
Gericht: Dumpinglöhne unzumutbar
Kündigung wegen 1,30 Euro rechtens | Kassiererin Barbara E. hat den Streit um ihre Kündigung auch in zweiter Instanz verloren: Ein Supermarkt hatte ihr gekündigt, weil sie 1,30 Euro unterschlagen haben soll.
Kündigung wegen 1,30 Euro rechtens
Ein Leben für 1,30 Euro | Barbara E. wurde entlassen, weil sie 1,30 Euro unterschlagen haben soll. Sie selbst sagt, sie musste gehen, weil sie in der Gewerkschaft war. Nun urteilt ein Gericht, ob ihre Kündigung rechtens war.
Opel-Betriebsratschef fordert europäische Lösung | Der Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hat eine europäische Lösung zur Rettung des Autoherstellers gefordert. Franz sagte, daran müssten auch Großbritannien, Spanien und Belgien beteiligt werden. Er plädierte in diesem Zusammenhang für temporäre Einlagen der EU-Staaten sowie von Bund und Ländern, um Opel zu einem hohen Maße unabhängig vom US-Mutterkonzern General Motors zu machen.
Opel-Betriebsratschef fordert europäische Lösung
Schlechte Aussichten für die Arbeitsfähigkeit | Nur jeder zweite Arbeitnehmer erwartet, unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen seine jetzige Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben zu können. Jeder Dritte bezweifelt dies, wie aus einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2008 hervorgeht. Im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) waren 6835 Beschäftigte zu der Qualität ihrer Arbeitsbedingungen befragt worden.
Schlechte Aussichten für die Arbeitsfähigkeit
Online-Gesundheitsmagazin zum richtigen Umgang mit Stress | Was macht die Arbeit stressig? Welche Tricks haben die entspannten Kollegen? Wie kann ich selbst cooler werden?
Online-Gesundheitsmagazin zum richtigen Umgang mit Stress
IG-Metall: Sind bereit, bei Opel “das Leid zu teilen” | IG-Metall-Chef Berthold Huber fordert eine tragfähige Lösung nicht nur für Opel Deutschland, sondern auch für Opel Europe. Dazu brauche man Kapital und eine zukunftsfähige Modellreihe. Unter Umständen werde sich auch der Staat engagieren müssen. Die IG Metall sei bereit, das “Leid zu teilen”, so Huber.
IG-Metall: Sind bereit, bei Opel “das Leid zu teilen”
Mitbestimmung | Zonen der Ratlosigkeit | Welche Unternehmen haben keinen Betriebsrat? Soziologen der TU München unterscheiden vier Unternehmens-Typen ohne Interessenvertretung. Es zeigt sich: Betriebsräte fehlen gerade da, wo sie am nötigsten wären.
Mitbestimmung | Zonen der Ratlosigkeit
Staatsdiener zweiter Klasse | Die Beschäftigten der Länder wollen dasselbe verdienen wie ihre Kollegen bei den Kommunen. Ein Streik träfe Schüler, Kranke und Autofahrer.
Schaar verlangt Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz | Vor dem Datenschutz-Gipfel bei Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am kommenden Montag hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, seine Forderung nach einem Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz und einem Datenschutzaudit für Unternehmen bekräftigt.
Schaar verlangt Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz
Doping am Arbeitsplatz - Top im Job, dank Pillen | Psychische Leiden wie Depressionen oder Angststörungen haben in den vergangenen zehn Jahren erheblich zugenommen. Parallel zu dieser Entwicklung sinkt aber auch bei gesunden Menschen die Hemmschwelle, Arzneimittel zur Bewältigung von Alltagsproblemen zu missbrauchen.
Doping am Arbeitsplatz | Top im Job, dank Pillen
Der Europäische Globalisierungsfonds | Wie lange die gegenwärtige Wirtschaftskrise dauern und welche Folgen sie für die Arbeitnehmer haben wird, lässt sich nur erahnen. Werden betriebsbedingte Kündigungen unausweichlich, dann sollten alle Möglichkeiten ergriffen werden, um den von Arbeitsplatzverlust betroffenen Arbeitnehmern neue Perspektiven zu eröffnen. Hierzu gehört der Europäische Globalisierungsfonds, den Prof. Dr. Wolfgang Däubler in der betriebsrat vorstellt.
Der Europäische Globalisierungsfonds
Das Fragerecht des Arbeitgebers | Vor allem bei der Einstellung, aber auch im bestehenden Arbeitsverhältnis hätte der Arbeitgeber immer wieder gerne die eine oder andere Frage beantwortet. Was er darf und was nicht, erläutert Prof. Dr. Hans Hermann Wohlgemuth in der betriebsrat.
Das Fragerecht des Arbeitgebers
Neue Untersuchung zum Kündigungsschutz | Wenn Arbeitgeber Arbeitsverhältnisse beenden, läuft das für sie zumeist relativ konfliktarm und ohne hohe Kosten ab, zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Nur 16 Prozent der vom Arbeitgeber Gekündigten erhalten eine Abfindung, lediglich gegen 12 Prozent der Kündigungen durch Arbeitgeber wird geklagt.
Neue Untersuchung zum Kündigungsschutz
Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld | über ein Drittel aller Sperrzeiten, bei denen die Arbeitsagenturen die Zahlung des Arbeitslosengeld I vorübergehend einstellen, wird nur deshalb verhängt, weil sich die Betroffenen vor ihrer Arbeitslosigkeit nicht rechtzeitig als „arbeitsuchend“ gemeldet haben. In manchen Agenturbezirken der Bundesagentur für Arbeit (BA) gilt das sogar für etwa die Hälfte aller Sperrzeiten-Fälle.
Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld
Stay wild statt Burn out | Unter dem Titel „STAY WILD STATT BURN OUT – Leben im Gleichgewicht“ hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) eine Publikation veröffentlicht, die sich „aus christlicher Perspektive“ mit Burn Out beschäftigt, wie der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), in seinem Geleitwort schreibt.
Aldi: Geizen auf Kosten chinesischer Arbeiterinnen | Woher kommen eigentlich die ganzen schönen Schnäpsuedwind_aldi.jpgpchen bei Aldi? Etwa die Damensteppjacke für 13,99 Euro? Oder der PC für 499 Euro? Aldi bietet jährlich etwa 2500 Aktionswaren zu niedrigen Preisen an. Mehr als 40 Prozent dieser Waren sind “made in China” - und werden dort extrem billig produziert.
Aldi: Geizen auf Kosten chinesischer Arbeiterinnen
Arbeitslosigkeit - Fragen und Antworten | Die steigende Arbeitslosigkeit ist hierzulande ein großes Thema. Fast täglich verkünden Firmen, Kurzarbeit einzuführen oder Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen. Was würde Arbeitslosigkeit für Sie bedeuten? Wie viel Unterstützung ist zu erwarten? WELT ONLINE liefert Antworten.
Arbeitslosigkeit - Fragen und Antworten
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