aktuelles aus mai2009

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aktuelles aus mai2009


Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bauen Autos, damit wir Arbeit haben und nicht, weil wir noch mehr Autos bräuchten, denn davon haben wir genug, schreibt Wolfgang Uchatius in der Zeit sinngemäß. Das heißt, wir bauen Autos, LKWs, Maschinen, Fernseher oder Häuser, weil wir Wachstum für Arbeitsplätze brauchen und bei den dafür erforderlichen Krediten waren wir so innovativ, das jetzt erst einmal alles zusammengebrochen ist.

Wenn der Journalist mit seiner These Recht hat, was ich denke, müssten wir umdenken. Dann stünde unsere Arbeitsgesellschaft vor einem gewaltigen Umbruch und die Produktion in Betrieben und Unternehmen, die hergestellten Produkte und unser Konsumverhalten müssten sich ändern. Wir müssten nachhaltiger produzieren und konsumieren und ich überlege mir noch, ob ich für diesen Satz was ins Phrasenschwein zahle.

Einiges müsste sich ändern: die Just-in-Time-Konzepte des Shareholder Value, die Arbeitszeiten, die Zielvereinbarungen, die Entgeltsysteme und wie ein Freund von mir immer mal wieder ironischerweise anmerkt, müsste endlich das 0,5 Liter Auto gebaut und gekauft werden. Ich denke, dass das geht, denn dass unsere Industrie innovationsfähig ist, hat sie oft genug bewiesen. Was aber dabei auch wichtig ist: die Zeit wird knapp, denn die Entwicklung der weltweiten CO 2 -Emissionen während der vergangenen sechzig Jahre zeigt eine Linie, die von links unten nach rechts oben führt. Sie sieht aus wie die Umsatzkurve eines erfolgreichen Autoherstellers.

Viele Grüße,

lutz geydan


  1. Wir könnten auch anders. Warum brauchen wir Wirtschaftswachstum?
  2. Richtig handeln im Insolvenzfall
  3. Der Staat im Staate - überwachungsskandale bei Telekom und Bahn
  4. Die Ein-Euro-Die Ein-Euro-Jobvernichter
  5. Kennzahlen bringen Beschäftigten Stress - Zielvorgaben erhöhen den Druck
  6. Der Kita-Kampf
  7. Hebelt Schlecker Tarifverträge aus?
  8. Draußen vor der Kita-Tür
  9. Transnet schnüffelt hinter Mitgliedern her
  10. Steuergelder für Lohndrücker
  11. Fehltage in deutschen Unternehmen - Ausgebrannt: Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig
  12. Klassenunruhen in Großbritannien
  13. Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld II
  14. Die größte Gefahr: Lohndeflation
  15. Studie weist ökonomischen Nutzen von Präventionsmaßnahmen nach
  16. Michael Sommer: “Bad Bank” gibt es nicht zum Nulltarif
  17. Jeder Sechste verdient wenig
  18. Ein Rentner pro Arbeitnehmer
  19. Wenn das Kind krank ist - Der Anspruch auf Kinderkrankengeld
  20. Wie Lobbyisten uns manipulieren

Wir könnten auch anders. Warum brauchen wir Wirtschaftswachstum? | Dass die Adam Opel GmbH einer der großen Verlierer der Wirtschaftskrise ist, weiß man inzwischen, aber wer ist der Gewinner? Dass es den Unternehmen schadet, wenn Autos ungekauft auf Parkplätzen stehen, Fließbänder nicht mehr fließen und auf Schifffahrtsstraßen nur hin und wieder ein paar Fische vorbeiziehen, hat man mittlerweile begriffen, aber wem nützt es?


Wir könnten auch anders. Warum brauchen wir Wirtschaftswachstum?

Richtig handeln im Insolvenzfall | Die Auswirkungen der Finanzkrise werden die Wirtschaft und die Menschen noch lange Zeit belasten. Immer mehr Firmen und Verbraucher werden in die Insolvenz getrieben. Für die Beschäftigten und die Gewerkschaften ist es jetzt wichtig, nicht beim Entgelt, den Sonderzahlungen und den Arbeitszeiten Abstriche zu machen, um damit zu einer vermeintlichen Rettung des Betriebs beitragen zu wollen.


Richtig handeln im Insolvenzfall

Der Staat im Staate - überwachungsskandale bei Telekom und Bahn | Ein eigenes ­Gesetz zum Schutz der ­Beschäftigten wird es in dieser Legislaturperiode nicht geben - trotz der überwachungsskandale bei Telekom und Bahn. Während dieser Tage mit großem TamTam das Grundgesetz gefeiert wird und einzelne Artikel der Verfassung in der öffentlichkeit auf- und abdekliniert werden, bleibt ein Grundrecht außen vor: das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es ist zwar nicht schriftlich in der Verfassung verankert, gilt aber dennoch als Grundrecht, seit es 1983 im berühmten Volkszählungsurteil vom Bundesverfassungsgericht zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht erhoben wurde. Doch was ist das Papier wert, auf dem dies steht? Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen: Mit den intimsten Daten wird systematisch Schindluder getrieben. Und langsam weiß man nicht mehr, ob der ärgste Feind des Daten-Grundrechts der Staat oder die Privatwirtschaft ist.


Der Staat im Staate - überwachungsskandale bei Telekom und Bahn

Die Ein-Euro-Die Ein-Euro-Jobvernichter | Fast jeder zweite Ein-Euro-Jobber verdrängt nach eigener Aussage mit seiner Tätigkeit entgegen der gesetzlichen Vorschrift reguläre Arbeitsplätze. Bei einer Befragung im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (BA) gaben 45 Prozent an, die gleiche Arbeit zu verrichten wie festangestellte Kollegen. Jeder Vierte sagte, für den Ein-Euro-Job sei eine abgeschlossene Ausbildung erforderlich.


Die Ein-Euro-Die Ein-Euro-Jobvernichter

Kennzahlen bringen Beschäftigten Stress - Zielvorgaben erhöhen den Druck | Ein großer Teil der deutschen Unternehmen führt seine Beschäftigten auch über Ziele. Mehr als die Hälfte der Betriebe räumt Arbeitnehmern relativ freie Hand bei der Gestaltung der Arbeit ein, misst dafür aber die Leistung anhand zuvor festgelegter Kriterien. Das geht aus der jüngsten WSI-Betriebsrätebefragung hervor. In 39 Prozent dieser Betriebe wird das Instrument nicht nur für Führungskräfte, sondern sogar für die gesamte Belegschaft eingesetzt.


Kennzahlen bringen Beschäftigten Stress

Der Kita-Kampf | Funktionäre der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di formulieren es manchmal so: Was früher die Müllmänner waren, sind heute die Erzieherinnen. Damit wollen sie sagen, dass die wichtigste, weil größte Kampftruppe im öffentlichen Dienst gewechselt hat. Einst waren es die Männer in Orange – eine große, zum Streik bereite Gruppe, bei der es der Bürger unmittelbar zu spüren bekam, wenn sie ihre Arbeit liegen ließ. Nun sind es die Erzieherinnen. Der aktuelle, bundesweite Arbeitskampf ist ihr erster eigener überhaupt, außer ihnen sind nur Sozialarbeiter an dem Ausstand beteiligt.


Der Kita-Kampf

Hebelt Schlecker Tarifverträge aus? | Trickst Schlecker die Beschäftigten und Gewerkschaften aus? In den nächsten Jahren wolle die Drogeriekette rund 4000 kleinere Filialen schließen, berichtet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und beruft sich auf eigene Recherchen. In diesem Jahr seien bereits etwa 600 Geschäfte geschlossen worden, sagt Gewerkschafter Achim Neumann.


Hebelt Schlecker Tarifverträge aus?

Draußen vor der Kita-Tür | Tür zu, Kinder draußen. Wenn heute wieder städtische Kitas geschlossen bleiben, dann hat das vielen Eltern schon Tage vorher Schweißperlen auf die Stirn getrieben, weil plötzlich die Betreuung futsch ist. Sie müssten aber noch viel mehr ins Schwitzen kommen, wenn die Erzieherinnen nicht auf die Straße gingen. Denn bleibt in den rund 50 000 deutschen Tageseinrichtungen (darunter 17 000 kommunale) alles beim Alten, dann gerät die frühkindliche Bildung aufs Abstellgleis - allen wohlklingenden Appellen zum Trotz.


Draußen vor der Kita-Tür

Transnet schnüffelt hinter Mitgliedern her | Die in der Datenaffäre schwer belastete Deutsche Bahn hat auch für die Gewerkschaft Transnet Daten von Beschäftigten überprüft. Transnet ließ von dem Unternehmen abgleichen, ob die Gewerkschaftsmitglieder ihre Mitgliedsbeiträge in der satzungsgemäßen Höhe von ihrem Einkommen entrichtet haben, bestätigte die Gewerkschaft.


Transnet schnüffelt hinter Mitgliedern her

Steuergelder für Lohndrücker | Bund und Länder fördern mit Millionen Steuergeldern Betriebe, die Dumpinglöhne an ihre Beschäftigten zahlen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei hervor. Demnach flossen zwischen 2004 und 2007 knapp hundert Millionen Euro an die Callcenter-Branche, die für eine extrem schlechte Bezahlung bekannt ist und in der es keinen Mindestlohn gibt.


Steuergelder für Lohndrücker

Fehltage in deutschen Unternehmen - Ausgebrannt: Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig | Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig, jeder dritte Berufstätige arbeitet am Limit. Das zeigt eine aktuelle Studie, die die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Berlin vorgestellt hat. Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Hetze und Termindruck sind die Hauptgründe. Zudem können viele nicht mehr richtig abschalten, sind via Laptop oder Mobiltelefon rund um die Uhr erreichbar - insbesondere Führungskräfte.


Fehltage in deutschen Unternehmen

Klassenunruhen in Großbritannien | Jedes fünfte Kind in Europa ist von Armut betroffen. In Deutschland leben rund 12 Prozent der Kinder in armen Familien. Noch schlechter sieht es in Großbritannien aus. Zwar ist die Kinderarmut leicht zurückgegangen, aber noch weit vom Ziel, sie bis 2010 zu halbieren.


Klassenunruhen in Großbritannien

Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld 2 | Mit der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist oftmals die Zahlung einer Abfindung verbunden. Dass diese in bestimmten Fällen auf das Arbeitslosengeld 2 angerechnet werden kann, darüber informiert Joachim Schwede in der betriebsrat.


Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld 2

Die größte Gefahr: Lohndeflation | Das 9. Düsseldorfer Arbeits- und Sozialrechtsforum beschäftigte sich jüngst mit der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Nahezu 100 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich in der Rheinmetropole versammelt, um über die Mitbestimmung und Interessenvertretung in wirtschaftlichen Krisensituationen zu diskutieren – und folgten gespannt dem Eröffnungsreferat von Prof. Dr. Heiner Flassbeck in der betriebsrat.


Die größte Gefahr: Lohndeflation

Studie weist ökonomischen Nutzen von Präventionsmaßnahmen nach | Viele Unternehmen betreiben Prävention, um den gesetzlichen Anforderungen und ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Investitionen in den Arbeitsschutz tragen aber auch zum betriebswirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Dietmar Bräunig von der Universität Gießen.


Studie weist ökonomischen Nutzen von Präventionsmaßnahmen nach

Michael Sommer: Bad Bank gibt es nicht zum Nulltarif | Mit dem geplanten “Bad Bank”-Modell geht der Staat nach Einschätzung von DGB-Chef Michael Sommer ein großes finanzielles Risiko ein. Unklar sei noch, welche Gegenleistungen und Sicherheiten die Banken selbst erbringen müssten, kritisierte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sommer forderte in dem Zusammenhang auch eine strengere Aufsicht der Finanzbranche.


Bad Bank gibt es nicht zum Nulltarif

Jeder Sechste verdient wenig | Jeder sechste Vollzeitbeschäftigte erhält in Deutschland einen Niedriglohn. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Als Schwelle gelten dabei zwei Drittel des Mittelwertes aller Monatsverdienste - rund 1800 Euro brutto. Besonders hoch war der Anteil von Niedriglohn-Beziehern bei Friseuren, Taxifahrern und Leiharbeitern.


Jeder Sechste verdient wenig

Ein Rentner pro Arbeitnehmer | Mit erstmals über 40 Millionen Erwerbstätigen ist die Beschäftigung in Deutschland 2008 wohl am Gipfel angelangt. Jetzt folgt konjunkturell bedingt der Abstieg. Von 2015 an dürfte aber auch der Bevölkerungstrend dafür sorgen, dass weniger Berufstätige das Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften müssen. Auch die Zuwanderung aus dem Ausland bietet kaum einen Ausgleich. Als Folge der restriktiven Ausländerpolitik ist der Saldo aus Ein- und Auswanderern auf 40.000 gesunken. Die Zahl der hier lebenden Ausländer stagniert seit 1995.


Ein Rentner pro Arbeitnehmer

Wenn das Kind krank ist - Der Anspruch auf Kinderkrankengeld | Kranke Kinder stellen berufstätige Eltern gleich vor mehrere Probleme: Zu der Sorge um die Gesundheit der Kleinen kommt die Frage, wer sich um das kranke Kind zuhause kümmert. Arbeitnehmer können sich in vielen Fällen dafür vom Job freistellen lassen und erhalten außerdem das Kinderpflegekrankengeld.


Wenn das Kind krank ist - Der Anspruch auf Kinderkrankengeld

Wie Lobbyisten uns manipulieren | Lobbyisten wollen die Politik beeinflussen. Die Arbeitgeber sind in dieser Disziplin recht erfolgreich. Sie verweisen gern auf Studien, die belegen sollen, dass ihre Forderungen nicht nur ihren Interessen entsprechen, sondern wissenschaftlich fundiert sind.


Wie Lobbyisten uns manipulieren


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