Im Durchschnitt wurde 0,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor verdient
quelle: statistisches bundesamt
Bruttoverdienste sinken erstmals seit Gründung der Bundesrepublik | Die Bruttoverdienste sind 2009 erstmals seit der Gründung der Bundesrepublik gesunken. Im Durchschnitt wurde 0,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor verdient. Für diesen Rückgang ist vor allem die Wirtschaftskrise verantwortlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war das Verarbeitende Gewerbe besonders betroffen. Dort betrug das Minus 3,6 Prozent.
Verantwortlich für den Rückgang der Bruttomonatsverdienste war vor allem die Wirtschaftskrise. Die Kurzarbeit wurde ausgebaut und die Überstunden reduziert. Die neue Buchung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sozialbeitrag wirkte ebenfalls verringernd. Denn seit dem 1. Januar 2009 besteht für alle Bürgerinnen und Bürger eine Krankenversicherungspflicht. Die Arbeitgeberzuschüsse zur privaten Krankenversicherung, die bisher den Bruttolöhnen zugerechnet wurden, werden jetzt als Arbeitgebersozialbeitrag klassifiziert. Ohne diese Neuklassifikation wären die durchschnittlichen Bruttoverdienste nur um 0,2 Prozentpunkte gesunken.
Das Statistische Bundesamt bezieht für die Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste (Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer) der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen alle Arbeitnehmergruppen ein, also auch Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten, geringfügig Beschäftigte ebenso wie leitende Angestellte, Vorstandsmitglieder oder Beamte. Ferner werden alle für geleistete Arbeit empfangenen Entgelte und geldwerte Leistungen, zum Beispiel auch Weihnachts- und Urlaubsgeld, Zulagen oder Prämien, berücksichtigt. Die Sozialbeiträge der Arbeitgeber sind dagegen nicht eingeschlossen.
Bruttoverdienste sinken erstmals seit Gründung der Bundesrepublik